Garten über der Stadt

Vielleicht klein, aber fein, und ganz allein mein.     

oder:

Zimmer mit Aussicht



Hoch über den Dächern lassen sich wunderschöne, individuelle Terrassen- und Balkongärten anlegen.
Reflektieren Sie Einblick und Ausblick.

Blickachsen

Wichtige Gestaltungsaspekte sind die Ausrichtung von Blickachsen. Von oben wollen wir schließlich herunter gucken und weit Ausschau halten. Es gilt die wesentlichen Achsen zu finden und zu beschreiben.

Stellen sie einen Stuhl so lange um, bis sie Ihren Lieblingsplatz gefunden haben. Dort den Stuhl dann auch erstmal stehen lassen und noch einmal zu anderer Tageszeit und bei anderem Wetter ausprobieren.

Kann überhaupt jemand ihren neuen Lieblingsplatz einsehen? Wenn ja: Nehme ich die Gelegenheit zur offenen Kommunikation, benötige ich eine „Wand“ oder reicht eine „Gardine“?
Kirchturm, Fluss, Bahnhof, Hochhausfassade, Schulhof, … beziehen Sie den jeweiligen Eindruck mit in die Planung ein. Das Außenzimmer lebt von den umgebenden Stimmungen.

Welche Achse muss unbedingt frei bleiben? Schotten Sie sich nicht komplett ab, das geht sowieso nicht.

Sie wollen in dem Außenzimmer leben. Überlegen Sie sich, was Sie dort tun möchten.
Feierabend genießen, Hausarbeit schöner erledigen, Kräuter/ Gemüse ernten, mit Kindern lernen, ….
Beachten Sie wichtige Besonderheiten für die Planung Ihres Gartenzimmers: Die Pflanzen wachsen in Töpfen, Kästen oder Hochbeeten. Plötzliche Veränderung der Lichtverhältnisse (Schlagschatten). Sehr zugige oder sehr stickige Standorte. Eventuell findet kein natürlicher Niederschlag statt.
Pflanzen sollen im Laufe des Jahres möglichst lange attraktiv aussehen, blühen, duften … und natürlich immer gesund sein.

Räume bilden

Auf den ersten Blick mag es unlogisch erscheinen: Dass man nicht den ganzen Raum auf einmal einsehen kann, schafft Größe und ungeahnte Möglichkeiten.
Wenige ausgewählte Gehölze gliedern den Raum. Alternativ und Platz sparend können auch schmale Spaliere oder schöne Pfosten zum Einsatz kommen, eventuell die alte Holztür vom Flohmarkt.

Gehölze

Immergrüne Gehölze wie Buchs (Buxus sempervirens) oder Portugiesischer Lorbeer (Prunus lusitanica) bleiben ganzjährig in ihrer Wirkung gleich und bieten Schutz vor Einblicken.

Wenn Sie nicht unbedingt auf Sichtschutz im Winter angewiesen sind, sind sommergrüne Gehölze besser geeignet.
Sie begleiten durch die Jahreszeiten und erinnern uns in hektischen Zeiten an ursprüngliche Momente. Sommergrüne Pflanzen vermitteln einen unmittelbaren Zugang zu natürlichen Rhythmen wie Frühlingserwachen oder Winterruhe.

Ein weiterer Vorteil besteht in der Bildung von neuen, frischen Blättern, eventuell verbranntes und vergilbtes Laub ist im Herbst verschwunden.

Acer palmatum, der Fächerahorn, meistert die Standort-Situation hervorragend. Vor allem die aufrecht wachsenden Sorten, auch rotblättrige, bilden mit ihren lockeren Schirmen wunderbare transparente Räume.

Gut eignet sich Hydrangea petiolaris (Kletterhortensie, muss aber nicht unbedingt klettern) mit ihrem flachen, fächerartigem Wuchs und frühen, frischem Grün.

Hydrangea macrophylla (Ballhortensie) hat nostalgische Blüten mit besonderem Charme.

Chinesische Flieder (Syringa microphylla Superba, Syringa Palibin) sind anspruchslose Dauerblüher von feingliedrigem Wuchs. Es gibt sie als Busch und als Stämmchen.

An einer sonnigen, geschützten Wand lassen sich Feigen, z. B. die Sorte Brogiotto Bianco, ziehen.

Schnell wachsender Sommerflieder erfreut mit seinem unbändigen Verhalten und beschert unzählige duftende Blüten. In Töpfen kann man ihn ein- bis zweijährig kultivieren. Anschließend an Gartenbesitzer verschenken.

Kletterpflanzen drängen sich mit großer Selbstverständlichkeit auf.
Parthenocissus tricuspidata Veitchii klettert mühelos in große Höhen, Parthenocissus quinquefolia schlingt sich um Geländer und Rohre, beide Arten des wilden Wein garantieren buntes Herbst-Feuerwerk der Blätter.
Clematis mag ihre Wurzeln ungestört im Schatten haben, am besten eine immergrüne Staude dazu setzen, z. B. Schleifenblume.
Blauregen und Hopfen benötigen viel Raum, den sie bereitwillig begrünen.

Pflanzgefäße und Substrat

Für ausdauernde Gehölze benötigen Sie ausdauernde Gefäße.
Sie müssen möglichst hart gebrannt oder aus frostsicherem Material wie Steingut sein. Die Form der Gefäße sollte konisch sein (nicht bauchig), damit man die Pflanzen zum Umsetzen gut heraus heben kann.

Natursteine und formschöne Terrakotta-Töpfe vermitteln die leichte Stimmung mediterraner Terrassen.
Eine futuristische Skyline inspiriert möglicherweise zu schlichten Formen und reduzierter Gestaltung.

Zum Vergleich: 10 Liter Substrat passen in einen Wassereimer.
Wichtige Voraussetzung für gesundes Wachstum ist ein stabiles Erdsubstrat mit hohen Anteilen an Ton und/ oder Bims. Die mineralischen Anteile dienen als Puffer bei der Nährstoffversorgung und stellen eine relativ gleichmäßige Feuchtigkeitsversorgung sicher. Alle zwei bis drei Tage gießen sollte genügen.
Ein Substrat mit überwiegend humosen Anteilen (Torf, Rinde) ist sehr leicht, Wasser wird schlecht aufgenommen. Organische Bestandteile werden schnell abgebaut und der Topf ist bald nur noch halb voll.
Am Pflanzsubstrat sollten Sie niemals sparen, gute Erde ist eine Voraussetzung für Ihren Erfolg.

Aromatische Kräuter

Die Verheißung: Süden, Sonne, Kreativität, entspannen, genießen, überlieferte Erfahrung ….
Für das Gedeihen der Kräuter ist ein heller Standort erforderlich. Je mehr Sonne, umso mehr Aromen können sich entwickeln.

Viele Kräuter sind immergrün: Thymian und Zitronenthymian in allen Sorten, Salbei in bunten, breit- oder schmalblättrigen Sorten, Rosmarin, Ysop und Lavendel.

Gut geeignete Sorten sind:
Thymus Porlock – einfach lecker, macht Vorfreude auf gutes Essen.
Thymus Tabor – großblättrig, milde, feine Würze.
Thymus vulgaris Grapefruit – herb frisches Dufterlebnis.
Thymus citriodora Lemon – stark zitroniges Aroma.
Salvia officinalis Berggarten – breitblättrig, feines Aroma.
Salvia officinalis Purpurascens/ Icterine – rotblättrig/ gelbbunt.
Salvia lavandulifolia – hoch aromatisch.
Hyssopus ssp. aristatus – kompakt wachsender Ysop mit leuchtend blauen Blüten.

Lavandula Grosso – echter Provence-Lavendel duftet schon von weitem.
Lavandula Blue Cushion – kompakter Wuchs und violette Blüten.
Lavandula Middachten – violettblauer Sommertraum.

Minzen: Schoko-, Bergamotte-, Russische -, Ginger-, Ananas-, Englische -, … fangen Sie an zu sammeln.
Minzen sind starke Wachser, am besten in Töpfen getrennt halten. Mentha rotundifolia Kinderminze ist mentholfrei und verspricht schon den Kleinen Erfolg bei Anzucht und Ernte.
Für größere Gefäße oder Hochbeete eignen sich: Französischer Estragon (Artemisia dracunculus Senior) und Pimpinelle (Sanguisorba minor) mit hübschen Blüten. Nicht vergessen: Schnittlauch, Petersilie, Bohnenkraut, Majoran, …und Monatserdbeeren.

April bis November kann Ihr Kräuterbalkon mit Sommergästen rechnen:
Reich tragende Spaliertomaten wie Black Cherry und Johannisbeertomate wachsen recht hoch und bereiten täglich kulinarische Freuden.
Besonders aufregend ist die Anzucht von Hängetomaten in Ampeln und Kästen. Beste Sorten: Phyra und Pendulina.

Chili Bolivian Rainbow entwickelt einen fast schwarzlaubigen Blattbusch mit gleichzeitig gelben, roten und violetten Pfefferschoten.

Die Basilikum-Sorte African Blue ist stabil und verholzend, mit blaugrünen Blättern und violetten Blüten. Das wunderbare Basilikum kann den ganzen Sommer geerntet werden.
Aloysia triphylla – die Zitronenverbene liefert unermüdlich Blätter für Tee.
Fehlen noch Borretsch, Rukola, Kapuzinerkresse, …
Aloe arborescens, ein Heil-Aloe, benötigt etwas Platz. Die bedornten, sukkulenten Blätter enthalten einen heilenden, schleimigen Saft für die schnelle Versorgung kleinerer Wunden. Ein Blatt auswählen und bei Bedarf scheibchenweise abernten.

Bohnen-Zelt: 3-4 große Töpfe mit gutem Substrat füllen, je zwei Bohnenstangen (alternativ Bambusstangen) hinein stecken und alle oben in einem Punkt wie ein Indianerzelt zusammenbinden.
Von einem Päckchen Stangenbohnen um jede Stange fünf Bohnen legen und gut angießen. Nach kurzer Zeit treiben die Bohnen und klettern schnell nach oben. Wenn der Platz nach oben offen ist, kann man ein Halbzelt in die Mauerecke fügen.

Stattliche Stauden

Nachfolgend haben wir für Sie eine Auswahl an winterharten, besonders geeigneten Stauden getroffen. Sie lassen sich problemlos über viele Jahre kultivieren. Ausreichend große Gefäße garantieren eine prachtvolle Entwicklung.

Funkien (Hosta) stehen ganz vorne bei den Favoriten. Es gibt Sorten mit frischgrünem Laub, Sorten mit gelb marmorierten Blättern, oder weiß gestreiften …
Große Horste bildet Hosta sieboldiana Halcyon mit blau bereiften Blättern. Die imposanten, grünen Blattbüsche von Hosta Honeybells blühen zart violett und duften herrlich, Plantaginea hat große, weiße duftende Blüten und Sweet Susan ist besonders reichblütig.
Es gibt auch Miniatursorten für Kästen und Schalen, z. B. Lemon Lime mit gelbgrünen Blättern.

Das rote Laub der Silberglöckchen, z. B. von Heuchera Cappuccino ist ein hübscher Kontrast zu den festen, grünen Funkienblätter. Hübsch ist dazu die Sternchen-Glockenblume (Campanula garganica), die über viele Wochen mit blauen Sternen blüht.
Unumstrittene Solisten sind Taglilien. Großblumige prachtvolle Sorten in vielen Farbspielen oder Sorten mit eher wildnishaftem Charakter.
Beliebt sind neue, moderne Sorten wie Blue Sheen (große hell violettblaue Blüten mit helleren Streifen), Startle (kirschrot mit aparten hellen Rüschen), Chicago Sunrise (warmes Goldgelb), Court Magician (violettrot mit herrlichem Duft), die niedrige Sorte Happy Returns ist kleinblütig und lange blühend, … wir führen an die 100 Sorten, ab Juni ist Blütezeit.

Geranium versicolor (Storchschnabel) wächst zu einem ansehnlichen Krautbusch und blüht stetig mit violett geaderten Blüten. Die Blätter sind weitgehend wintergrün.

Die kugeligen kleinen Büsche von Calamintha nepeta (Bergminze) duften herrlich frisch und erfreuen den ganzen Sommer lang mit zahlreichen, hell porzellanblauen Blütchen.

Nepeta faassenii Walkers Low (Katzenminze) blüht an sonniger Stelle den ganzen Sommer in kräftig violettblauen Wolken, die sich weich über Topfränder und zwischen andere Pflanzen schmiegen.

Geranium Tiny Monster: Nomen ist Omen für den monatelang blühenden karminrosa Storchschnabel.

Thymus odoratus (Kaskadenthymian) bildet hübsche Polsterkissen, die weit über Kanten oder aus Ampeln herunter hängen. Immergrün, duftend, zartrosa blühend … Romantik in reiner Form.

Abend- und Nachtdufter

Abenddufter versprechen Aromatherapie der besonderen Art.
Sie sind da, wenn wir nach Hause kommen. Beständig in ihrer Ausstrahlung und tröstend, wenn wir schlecht waren. Eine tiefe Nase voll erfüllt uns mit Träumen und Sehnsüchten und versöhnt uns mit dem Tag.

Kletternde Arten von Lonicera (Geißblatt) verströmen intensiven Honigduft.

Hemerocallis citrina (Zitronentaglilie), Hesperis matronalis (Nachtviole) und Phlox (Flammenblume) betören mit schweren Düften.
Wunderblume (Mirabilis), Duftnachtkerze (Oenothera odorata) und Nachtphlox (Zaluzianskya) begleiten uns durch den Sommer.

Frühlingserwachen

Die leuchtenden Blütenpolster von Steinkraut (Alyssum sax. Compactum), Hornkraut (Cerastium), Blaukissen (Aubrieta) und Gänsekresse (Arabis cauc. Plena) verkünden den Beginn einer neuen Zeit.
Blumenzwiebeln wie Zwergnarzisse, Zwiebeliris, Hasenglöckchen lassen sich nicht lange bitten und verbreiten großzügig kribbelnde Frühlingslaune.

Sommergäste

Ihre Stimmung tendiert Richtung Weiß? Blau? Oder ganz bunt? Mit einjährigen Sommerblumen lassen sich unterschiedliche Sommerlaunen ausleben, ohne das gesamte Gerüst neu erstellen zu müssen.

Zu mehrjährigen Begleitern passen besonders hübsch kleinblumige Blütenmassen wie die von Million Bells, Husarenknöpfchen und Rosenglöckchen. Aus der Gattung Geranie schmeicheln Duftpelargonien mit Streicheldüften nach Orange, Apfel, Zitrone, Minze, …
Schnellen, transparenten Schutz erhalten Sie mit einjährigen Kletterpflanzen, z. B. Schwarzäugiger Susanne.

    Alpinisten

Unabhängig von der Größe Ihres Terrassenzimmers lassen sich Miniaturlandschaften oder Steingärten anlegen.
Flache Schalen mit durchlässigem Substrat bieten gute Voraussetzungen. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Sie benötigen unterschiedlich große Steine und feineren Splitt.

Geeignete Pflanzen sind Steinbrechgewächse wie Saxifraga hostii und Saxifraga paniculata, Mauerpfeffer wie Sedum oreganum mit braunen Blättern und das graugrüne Matten bildende Sedum hispanicum. Aurikel (z. B. Primula Moonlight), Zwerg-Seifenkraut (Saponaria Bressingham), Mannsschild (Androsace) und natürlich alle Sorten des Dachwurz (Sempervivum).

Lichtspiele

Rufen Sie sich einen Aufenthalt am Wasser ins Gedächtnis.
Erinnern Sie sich, wie viel heller das Licht schien? Die Spiegelungen und Reflektionen durch das Wasser potenzieren die Lichtmenge und die Qualität des Lichtes ändert sich, es wird intensiver und leuchtender.

Je nach Beschaffenheit der Wasserfläche ändern sich die Eigenschaften des Lichtes. Wasserspiele und Bewegung lassen viele Lichter tanzen. Eine glatte Spiegelfläche fängt die Farbe des Himmels ein und vertieft sie. Es kommt tiefe Freude auf.

Stöbern Sie nach einem Wasserfass, einer Zinkwanne, …

Pflege der Terrassengärten

Wichtigste Voraussetzung ist die Auswahl eines guten, stabilen Pflanzsubstrates für eine gleichmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung.

Nach zwei bis drei Jahren ist der Topf wahrscheinlich voll mit Wurzeln, alle Erde ist verbraucht und für neue Erde ist kein Platz.
Nehmen Sie den gesamten Wurzelballen heraus und entfernen Sie teilweise alte Wurzeln, so dass die Pflanze wieder in frisches, gutes Substrat eingetopft werden kann. Von Fall zu Fall entscheiden Sie, ob ein größerer Topf benötigt wird.

So behandelt werden Ihre Pflanzen optimal für eine Vegetationsperiode mit Nährstoffen versorgt. Zusätzlichen Dünger benötigen eventuell einjährige Pflanzen.

In der Vegetationsperiode zwischen April und September sollen die Pflanzen alle zwei bis drei Tage durchdringend gewässert werden (je nach Topfgröße bis zu 10 l Wasser/ Pflanze), das Substrat muss bis unten feucht werden.
Außerhalb dieser Zeit witterungsabhängig Kontrollen durchführen und bei Bedarf gründlich gießen.
Genauer beobachten müssen Sie die Pflanzen, die unter einem Dachvorsprung stehen und keinen natürlichen Niederschlag erhalten.
Bedenken Sie, dass auch zu viel Wasser schädlich ist, da die Belüftung des Bodens beeinträchtigt wird.

Im November werden die ausdauernden, mehrjährigen Pflanzen etwas dichter zusammen an eine Wand gerückt. So sind sie besser vor kalten Winden geschützt. Die Kübelpflanzen müssen einen frostfreien Platz bekommen.

Umsetzung

Sie erhalten bei uns alles, um die vorgestellten Ideen umzusetzen.
Die beschriebenen Maßnahmen und Pflanzen sind speziell für exponierte Standorte und beengte Räume ausgesucht.

Bitte beachten Sie die genauen Pflanzenangaben mit Namensorten. Diese Sorten haben sich bewährt und sind nicht beliebig austauschbar. Alle genannten Pflanzensorten sind gesund und robust. Sie sind ungiftig für Menschen und Tiere.
Selbstverständlich werden wir Ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigen und selbstverständlich haben wir noch viel, viel mehr …